Inspiration

Hier finden Sie eine Auswahl an inspirierenden video-clips zu unterschiedlichen Themen. Die Liste wird laufend erweitert – schauen Sie doch von Zeit zu Zeit vorbei.

Achtsamkeit / Meditation / wach sein

Psychische Hygiene

Business & Leadership

Authentische Beziehungen

Weiblichkeit

Bewusstsein

Intuition

Achtsamkeit / Meditation / wach sein

Dr. Britta Hölzel erforscht die Stille und alle hören ihr zu. An der Harvard Medical School untersuchte sie die Auswirkungen von Meditation auf unser Gehirn.

> zum Artikel

Stressbewältigung durch Achtsamkeit
–  MBSR
Dr. Harald Banzhaf
(SWR – 9 Min.)

Mindfulness with Jon Kabat-Zinn

The past is gone, and I don’t know what’s coming in the future. It’s obvious that if I want my life to be whole, to resonate with feeling and integrity and value and health, there’s only one way I can influence the future: by owning the present. If I can relate to this moment with integrity, and then this moment with integrity,
and then this moment with integrity, wakefully, then the sum of that is going to be very different over time, over mind moments that stretch out into what we call a life, than a life that is lived mostly on automatic pilot, where we are reacting and being mechanical and are therefore somewhat num.

Jon Kabat-Zinn

 Prof. Mark Wiliams on Mindfulness
(English – 3 min.)

Befriending Your Mind, Befriending Your Life: Jon Kabat-Zinn

Jon Kabat-Zinn
Begründer von MBSR

Vortrag in 5 Teilen über die heilsame Kraft der Achtsamkeit (Englisch)

Mit Achtsamkeit zu einem nachhaltigen Konsumverhalten

Von Christoph am 22. August 2012

Von Christoph am 22. August 2012 (Zum Weiterlesen das "Plus" klicken)

Gastbeitrag von Amelie Hoffmann: Vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels und des steigenden Bewussteins um die Notwendigkeit von nachhaltigeren Lebensstilen beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit der Frage: Wie kann die Entscheidung der Menschen für mehr Nachhaltigkeit gefördert werden?

Im letzten Jahrzehnt ist der Begriff „Achtsamkeit“ in der Wissenschaft immer bekannter geworden. Unter Achtsamkeit versteht man, den gegenwärtigen Moment bewusst und nicht wertend wahrzunehmen, und dies kann durch Meditation, Achtsamkeitsübungen, aber auch Yoga geschult werden.

Wissenschaftliche Studien aus Medizin, Psychologie und Neurobiologie konnten auffällig positive Effekte auf Körper und Geist nachweisen. So soll Achtsamkeitsmeditation morphologische Veränderungen in spezifischen Hirnregionen bewirken, Stress reduzieren und den Bluthochdruck senken. Des Weiteren hat man positive Auswirkungen auf Konzentrationsvermögen, Emotionsregulation und Sozialkompetenzen entdeckt. Doch wie kann Achtsamkeit mit dem Konsumverhalten in Verbindung gebracht werden?

Das westliche Konsumverhalten ist voller Gewohnheiten und Automatismen. Wir schalten auf „Autopilot“ bei Routineeinkäufen oder reagieren unbewusst emotional auf Werbebotschaften und Sonderangebote. Studien belegen, dass Achtsamkeit hilft, diesen Autopilot abzuschalten und bewusst Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen wahrzunehmen. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz zu Reiz und Reaktion, die Freiraum für bewusste Entscheidungen schafft. Der amerikanische Psychologe Daniel Siegel fand heraus, dass Achtsamkeit die Reaktionsflexibilität erhöht, das bedeutet die Fähigkeit, eine Situation zu analysieren und zwischen Reaktionsmöglichkeiten zu wählen. Diese Fähigkeit könnte auch als „einen Schritt zurücktreten und noch mal hinschauen“ beschrieben werden.

Zum einen nehmen wir also durch mehr Achtsamkeit unsere Gewohnheiten und Kaufmotive besser wahr, zum anderem scheint Achtsamkeit aber auch die Wertorientierung zu beeinflussen. Der Psychologe Kirk Warren Brown und sein Kollege Tim Kasser kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen, die sich für freiwillige Einfachheit, auch Downshifting genannt, entschieden hatten, einen hohen Grad an Achtsamkeit aufwiesen. In einer späteren Studie stellte Brown fest, dass achtsame Menschen generell zufriedener waren mit dem, was sie besaßen, und weniger hohe finanzielle Ziele anstrebten. Möglicherweise liegt dies daran, dass Achtsamkeit die intensive Wahrnehmung jedes einzelnen Moments fördert und hierbei das Verlangen nach materiellen Genüssen reduziert. Brown zeigte in einer Studie auf, dass Achtsamkeit den Fokus von materiellen hin zu intrinsischen Werten verlagert. Menschliche Beziehungen werden wichtiger als Image und Statussymbole. Des Weiteren verringert Achtsamkeit die Empfänglichkeit für konsumorientierte Botschaften sowie den Versuch, Erfüllung nur in materiellen Dingen zu finden. Tiefere Wünsche und Bedürfnisse kommen ans Licht und gewinnen an Bedeutung. Tatsächlich scheint Achtsamkeit authentisches Verhalten zu fördern und die Wirkung von äußeren Einflüssen zu verringern.

Aber Achtsamkeit stärkt nicht nur intrinsische Werte und Authentizität, sondern auch Mitgefühl. Dies geschieht möglicherweise durch die gewonnene innere Stärke und Reaktionsflexibilität, die einen Perspektivenwechsel und Blick für Wechselwirkungen ermöglichen.  Wenn sich der Blick öffnet von den eigenen egoistischen Bedürfnissen hin zu den Bedürfnissen der Mitmenschen und der Umwelt, dann entwickelt sich ein Gefühl von Verantwortung und Verbundenheit. Dies steigert das soziale und ökologische Bewusstsein und die Erkenntnis, dass jeder ein Teil des Ganzen ist: Wir sitzen alle in einem Boot.

Achtsamkeit scheint also den Blick fürs Wesentliche im Leben zu öffnen und das Verantwortungsbewusstsein für unsere Gesellschaft zu schärfen. Zu erkennen, was wir wirklich brauchen und welche Auswirkungen unser Verhalten auf Mensch und Umwelt hat, gibt uns die Chance, nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen.

Quellen: Wissenschaftliche Artikel:

-Brown, K.W., Kasser, T., et al. (2009). ‘When what one has is enough: Mindfulness, financial desire discrepancy, and subjective well-being’. Journal of Research in Personality, 43, 727–736.

-Brown, K.W. & Kasser, T. (2005). ‘Are psychological and ecological well-being compatible? The roles of values, mindfulness, and lifestyle’. Social Indicators Research, 74, 349–368.

-Rosenberg, E. L. (2004). ‘Mindfulness and consumerism’. In: T. Kasser and A. D. Kanner (eds.), Psychology and Consumer Culture: The Struggle for a Good life in a Materialistic world. Washington DC: American Psychological Association.

-Block-Lerner, J., et al. (2007). ‘The case for mindfulness-based approaches in the cultivation of empathy: Does nonjudgemental, present-moment awareness increase capacity for perspective-taking and empathic concern?’. Journal of Marital and Family Therapy, 33, 501–516.

Bücher:

-Siegel, D. J. (2007). ‘Das achtsame Gehirn’. Freiburg: Arbor Verlag

-Kabat-Zinn, J. (2011). ‘Gesund durch Meditation: das große Buch der Selbstheilung’. München: Knaur TB Verlag

 

Autorin: Amelie Hoffmann (M.A.) forscht und referiert zu Achtsamkeit. In ihrer Promotion beleuchtet sie die Wirkung von Achtsamkeit auf das Konsumverhalten.

www.ameliehoffmann.com

Adresse Spanien:

Esther Heese

Calle Medina Quesada 25A / 1E

38770 Tazacorte / S.C. de Tenerife

España - Islas Canarias

 

 

 

Adresse Deutschland:

Esther Heese

Kunkelstr. 11

13347 Berlin

Deutschland

 

+49 - 15 15 05 11 116

mail@wachsein.com

Zoom-ID: 50511116

Skype: skypewachsein